Ätna, Sizilien

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Ätna

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Der Ätna (italienisch: Etna oder auch Mongibello) ist mit etwa 3323 m der höchste und aktivste Vulkan Europas und liegt auf der italienischen Insel Sizilien in der Nähe von Catania und Messina.

Beschreibung

Der Ätna entstand vor etwa 600.000 Jahren an der Ostküste Siziliens an einer Stelle, an der eine Bucht weit in das Landesinnere hineinreichte und an der vor ca. einer Million Jahren die ersten unterseeischen vulkanischen Tätigkeiten aufgetreten waren.

Der Name Ätna ist indogermanischen Ursprungs und bedeutet so viel wie "brennend". (vgl. Sanskrit: Aid-na = die Brennende). Auch das verwandte griechische Wort "aitho" bedeutet brennen. Es wird jedoch angenommen, dass der Name Ätna nicht erst auf die griechischen Siedler zurückgeht, sondern bereits von früheren indogermanischen Einwohnern geprägt wurde. In der Umgangssprache hat der Ätna auch den Namen "Mongibello", abgeleitet aus lat. "mons" (italienisch "monte") und arabisch "djebel", was beides einfach "Berg" bedeutet.

Geographie

Der Ätna hat vier Gipfelkrater, den Hauptkrater, den direkt daneben liegenden Krater "Bocca Nuova" (neuer Schlund) von 1968 sowie den Nordostkrater von 1911 und den Südostkrater von 1979, die etwas abseits vom Hauptkrater liegen. Der Austoß von Lava bei einem Ausbruch erfolgt aber meistens nicht über die Gipfelkrater, sondern an den Flanken des Bergkegels. Im Laufe der Jahrtausende haben sich dadurch mittlerweile etwa 400 Nebenkrater gebildet wie zum Beispiel 1892 die Silvestri-Berge.

Die aktuelle Höhe des Ätna kann nicht exakt angegeben werden, da sie sich durch Schlackenkegel und zerstörerische Ausbrüche oft ändert. Der Gebirgsstock des Ätna nimmt eine Fläche von ca. 1250 km² ein und hat einen Umfang von ca. 250 km.

Der Vulkan

Die Lava des Ätna ist durch einen geringen Kieselsäureanteil relativ dünnflüssig. Dadurch können die in ihr enthaltenen Gase entweichen und bauen keinen Überdruck auf, der sich in einer Explosion entladen könnte. Daher zählt der Ätna nicht zu den explosiven Vulkanen (wie z.B. der Vesuv).

Durch die relativ dünnflüssige Lava gibt es am Ätna eine unter den europäischen Vulkanen einmalige Erscheinung, die Lavagrotten. Sie entstehen dadurch, dass ein Lavastrom an seiner Oberfläche schnell abkühlt, während die Lava in seinem Inneren noch abfließt. So entstehen Tunnel, die eine Länge von mehreren hundert Metern erreichen können. Besonders viele Lavagrotten gibt es an der Nordseite des Ätna, darunter die Grotta dei Lamponi mit einer Länge von fast einem Kilometer, die extrem verzweigte Grotta del Labirinto und die Grotta del Gelo, die einen fossilen Gletscher enthält.

In prähistorischer Zeit entstand durch den Einsturz einer Magmakammer das Valle del Bove (Ochsental), eine breite Senke am Osthang des Ätna. Der Name leitet sich von der Viehzucht ab, die hier betrieben wurde. Das Valle del Bove war einer der landschaftlich schönsten Teile des Ätna. Beim Ausbruch von 1991 wurde jedoch das ganze Valle del Bove von Lava überspült.

Natur

Die dicht besiedelte Landschaft um den Ätna ist durch die verwitternde Lava, die einen ausgeglichenen pH-Wert hat, äußerst fruchtbar. Auf Grund der großen Höhe des Ätna folgen verschiedenste Vegetationsgürtel aufeinander. In den unteren Zonen bis etwa 1500 m wachsen Orangen-, Zitronen-, Oliven-, Feigen- und Pistazienbäume. Auch Getreidefelder und Weinberge gibt es dort. Darüber erstreckt sich eine Waldzone bis etwa 2000 m. Buchen, Eichen, Birken, Kiefern und Kastanienbäume finden sich hier, und auch der typische Ätnaginster, der eine der ersten Pflanzen ist, die sich auf der verwitternden Lava ansiedeln. Bis etwa 2500 m folgt dann eine Zone mit Wacholder- und Sanddornsträuchern, Gräsern, Moosen und Flechten. Die höheren Zonen sind vegetationslos, im Gipfelbereich liegt fast das ganze Jahr hindurch Schnee.

1987 wurde ein Gebiet von etwa 58.000 ha rund um den Ätna zum Regionalpark Parco dell'Etna erklärt.

Ausbrüche

Der Ätna ist ständig aktiv. In der folgenden Aufstellung sind die wichtigsten Ausbrüche des Ätna dargestellt.

Vor Christi Geburt

Um 1500 v. Chr. erlebte der Ätna eine gewaltige Eruption, das wurde bei geologischen Untersuchungen festgestellt. Wahrscheinlich war das der Ausbruch, der laut Diodorus Siculus die Sikaner veranlasste, von Ost- nach West-Sizilien auszuwandern.

Im Jahre 122 v. Chr. wurde ein Ausbruch der Stärke VEI 5 festgestellt. In Catania wurden viele Gebäude durch ausgeschleuderte Tephra beschädigt. Vermutlich wurde eine neue Caldera gebildet.
44 v. Chr. wurde ein großer Ausbruch registriet, die Asche verdunkelte den Himmel in Rom. Als Folge gab es Missernten im Mittelmeerraum bis Ägypten hin.

Von Christi Geburt bis 1900

Große Ausbrüche gab es bis 1169 nicht. In diesem Jahr gab es am Ätna gewaltige Eruptionen und Erdbeben, bei denen etwa 15.000 Menschen ums Leben kamen.

Ab dem 8. März 1669 wurden durch Ausbrüche große Teile Catanias zerstört. Das Castello Ursino 14 am Meer wird von der Lava umströmt und liegt seitdem mehrere hundert Meter landeinwärts.

20. Jahrhundert

Im Jahre 1910 wäre beinahe die Siedlung Borello bei Belpasso von der Lava begraben worden.

Am 2. November 1928 wurden 770 Hektar Wald- und Südfrucht-Bestände und 550 Gebäude der Gemeinde Mascali durch Lavaströme verwüstet.

Vom 4. April 1971 bis zum 2. Mai 1971 zerstörte ein Lavaaustoß des Ätnas den zweiten Abschnitt der Seilbahn sowie die Vulkanwarte.

Ab dem 17. März 1981 schossen ca. 100 m hohe Lavafontänen aus einer Spalte in 2250 m Höhe auf der Nordseite des Ätnas. Aus weiteren tiefergelegenen Spalten strömte Lava und kam erst kurz vor dem Fluss Alcantara zum Stillstand. Am 19. März 1981 floss ein Lavastrom aus einer Spalte in 1300 m Höhe und bedrohte den Ort Randazzo.

Von März bis August 1983 quoll Lava aus einer etwa 750 m langen Spalte in 2400 m Höhe. Sie floss bis auf ca. 100 m hinab und zerstörte mehrere Häuser und die Verbindungsstraße zwischen Nicolosi und dem Refugio Sapienza.

Der Ausbruch des Ätnas von Mitte Dezember 1991 bis Mai 1992 war, von der Menge an Lava her, einer der größten Ausbrüche des Ätnas. Die Lava bedeckte das ganze Valle del Bove und stoppte kurz vor dem Ort Zafferana Etnea.

21. Jahrhundert

Ab Ende Oktober 2002 gab es große Vulkantätigkeit, diese zerstörten die Seilbahn.

Ab 13. September 2004 trat an der Südostseite des Vulkans in 2700 m Höhe ein breiter Lavastrom aus, der Richtung Bove-Tal floss und von der Autobahn aus gesehen im Dunkeln ein imposantes Schauspiel ergab.

Ab Sommer 2006 wurden fünf kleinere harmlose Ausbrüche verzeichnet, seit Mitte November wurden diese Ausbrüche heftiger. Ende November fielen deswegen mehrmals Flüge von und nach Catania, bzw. Kalabrien aus.

Verkehr und Zugang

Die Straße Strada dell’Etna führt zu der von sehr vielen Touristen frequentierten Station Rifugio Sapienza auf 1995 m ü.d.M. Die Seilbahn, die von dort bis auf 2600 m fuhr, wurde durch den Ausbruch im Jahre 2002 zerstört. Davor war der Ätna das größte Skigebiet Südeuropas.

Seit August 2004 ist eine neue Seilbahn in Betrieb. Sie führt von 2000 m bis etwa 2500 m Höhe, ab dort ist eine Weiterfahrt mit geländegängigen Bussen bis etwa 3000 m Höhe möglich.

Von Catania aus führt eine Eisenbahnlinie, die Ferrovia Circumetnea auf etwa 110 km rund um den Ätna.

Stadtplan Ätna

Stadtplan Gole dell’Alcantara Sizilien

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